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  • Liebe ... Briefe ... Ich bin ein Musleme

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  • Konvertierung

    Kiziltepe 13.07.2018

  • Alanya

    Wahlheimat

242 Verwunderlich,

Verwunderlich,

dass du es nie gemerkt hast, wie sehr mich die Klarheit deines Rücken bewegt. Wie mir der zögernde Schwung

deiner Hüften den Atem benimmt, wenn er leise zu den Knien, zu den Fersen hinab leiseren Wohlklangs sich zieht. Sind doch deine Maße darin wie die der kyprischen Göttin gefangen, sichtbar und wieder verhüllt, schweigend und doch wie Gesang. Aber nun weißt du's, Geliebte, meine :::::, nun weißt du es endlich. Ich habe alle Empfindungen dir, die mich durcheilen, gesagt. Knie dich doch hin mit dem Rücken zu mir und neige dich vornüber, senke auf das Linnen die Stirn, mach deinen Rücken doch hohl! Du bist ein Wunder der Schönheit mit der doppelten Wölbung, fast schmerzend, fast erschreckend so schön, rätselvoll schrecklich und wild. Meine Augen schließen sich halb und folgen der Senke, wo sich im dichten Gekraus Halbmond zu Halbmond gesellt. Preisgegeben die Wildheit der nächtlichen Tiefe, fast schmerzlich, fast verlockend so wild, rätselvoll lockend und schön. Alles verwirrt sich in mir. Das Gestern verweht und das Morgen. Schönheit und Wildheit sind eins. Keine Erinnerung bleibt.

Nur die Demut ist da der Gebärde, mit der ich mich dir darbringe. Es i st wie sich das Fühlende nun in dem Gefühlten verliert. Aus dem unendlichen Meer der Wonne erhebt sich die Woge, wälzt sich heran und steigt, steigt noch und steigt noch und schießt jählings empor, von der Wut aufflammender Blitze zerrissen, taumelt und jetzt, oh jetzt donnert sie über uns hin. Irgendwo atmet ein Mund. Leben wir noch, Geliebte? Wir leben. Du liegst vor wie ein Tier da, öffnest deinen Blick. Seltsames sagst du zu mir, dein Mund, nach dem ich verlange. Manches verstehe ich nicht, aber ich höre es gern. Wenn ich dich erblicke in deiner Schönheit, wird mir, was du auch sagst selig zu Sinn. Manchmal verstummt dein Mund und naht sich behutsam und senkt sich und gleitet über meine Brüste hin, über meinen Schoß und das Knie.  Dein warmer Atem und die Süße, dein Mund einer Göttin ist kaum zu spüren und doch wird meine Seele von dir erfühlt. Wische dir die Schminke von den Lippen und lege ab deine Kleider, all deine goldenen Ringe und dein glitzernden Geschmeide. Nur deine blanke Haut soll meine Augen reizen. Dein entblößter Leib trägt die reichliche Last an deiner Schönheit. Nackt wie die Erwartung deiner Ganzheit dich zu berühren, fassbar zu erleben,  offen und befreit. Ich füge mich dem Nackten, deinem, zart und rau zugleich,  so ungehalten, ohne ein Tabu. Ich sink in deine Arme, du in meine  und wir leben unsre Lust. Wir sind, ich bin hilflos ihr ergeben. Unsere Körperwelten schmelzen ineinander. Wir tauschen Lust und Nektar sinnberauscht von Mund zu Mund. Ein Zugeständnis unserer Erwartung,  erwacht in meinem Körper, in deinem Körper, wie im Rausche dieser Nacht.

©ALIS