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  • Liebe ... Briefe ... Ich bin ein Musleme

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  • Konvertierung

    Kiziltepe 13.07.2018

  • Alanya

    Wahlheimat

Liebe ……Wieder einmal---du überraschst

Liebe ……Wieder einmal---du überraschst

mich mit einem neuen Talent----aber der Reihe nach------Heute erwache ich in der Morgendämmerung------meine Gedanken noch verfangen im Traum-----eine Nacht wieder mit Dir------meine Gedanken--- nur nicht greifbar-----aber die Erinnerung an diesen Traum------

gleitet mit jedem Atemzug-------weiter und weiter-------und das Gefühl-----erfüllt meinen Körper------ mit einer seltsamen Unruhe-------ich bin mir sicher------dass es nicht immer derselbe Traum ist------aus dem ich erwache------manchmal weckt mich das heisere Keuchen------- meines eigenen Atems------begleitet vom rhythmischen Trommelschlag-------

meines Herzens-------ein anderes Mal------ fühle ich mich fast zum Zerreißen gespannt------wie die hauchdünne Sehne auf dem schlanken, hölzernen mongolischen Reiterbogen-------jede Sekunde bereit------den  Pfeil seinem Ziel entgegenzuschicken-------die wenigen Male des Erwachens------in denen ich meinen Körper-----schwer auf der Matratze spüre------und von einer wohligen Sattheit erfüllt------sind kostbar-------

Ich weiss-----Geliebte------dass—- das alles mit dir zu tun hat------Heute Morgen------als ich bemerke---- wie sich der Schlüssel----in der Türe dreht----du vom Frühstück zurück kamst----- macht mein Herz einen gewaltigen Sprung------ich muss mich zwingen-----dir ins Gesicht zu sehen------obwohl ich bereits fühlen kann------dass sich meine Wangen wie im Fieber zu röten beginnen------flüchtig lächle ich dich an------

kann dir nicht in die Augen sehen-------dann stehen wir sekundenlang bewegungslos einander gegenüber------bis du dich schließlich------ dicht an mir vorbei schiebst------wie jedes Mal spüre ich das bereits vertraute innere Drängen------ meinen Blick wandern zu lassen-----verstohlen schleichen meine Augen deine Schultern hinab------ entlang deiner Oberarme------der geschwungenen Beuge deiner Ellbogen folgend-----um schließlich genussvoll auf dem Teil deines Körpers zu verharren------ich bin verrückt-----nach deinen Händen------nach dir------Hände-----die dann nach dem schwarzen Koffer zu greifen------- den du hier im Zimmer hast----behutsam öffnest du die  Verschlüsse------hebst sie sanft aus ihrem Bett aus rotem Samt-----in dem sie die ganze Zeit nur auf dich gewartet hat-------sie ist eine wirkliche Schönheit--------schlank und anmutig------aus dunklem gemasertem Holz------mit sanft geschwungenen Rundungen-----schwarz und glänzend-----

deine Hände umfassen ihren Körper------und dann beginnst du zu spielen-------Spielst virtuos dein Instrument------mit einer so tiefen Hingabe------dass es mir die Kehle zuschnürt------Ich beobachte dich------die Augen hast du geschlossen------du brauchst sie nicht für das------ was du tust------ohne Zögern wandern sie über die Saiten-------gleiten langsam das Griffbrett auf und ab------ streichen zart über das Metall------necken und zupfen------bis sie unter deinen Fingern verhalten zu zittern beginnt-----vibrierend erwacht Saite für Saite zum Leben------fügt sich deiner fordernden Berührung mit leisen------metallenen Seufzern------die sich ganz allmählich zu einer sehnsüchtigen Melodie vereinen-----die Schönheit dieser Hände------ lässt mir jedes Mal aufs Neue den Atem stocken------Schmale------feingliedrige Finger------faszinierende Hände-----die es verstehen-----neben der sanften Melodie -----auf dem Instrument-----unaussprechliche Wünsche in meinem Innern------ zu erschaffen------mich voller Leidenschaft zu berühren---- ohne mich je angefasst zu haben----- Eine Sehnsucht anzutasten-----die so tief in mir verborgen schlummert---dass nur der lockende Klang des Instruments-----sie zu wecken vermag------gespannt------wie die Saiten deiner Gitarre------lausche ich deinem Spiel------und dann  ich möchte Teil der Melodie werden------eine Saite unter deinen Fingern------ein vibrierender Laut------geschaffen durch deine Berührung------ich spüre-----wie die Hitze sich langsam in meinem Körper ausbreitet-----zuerst ein sanftes Glühen------zwischen meinen Beinen.------dann winzige Funken----- die heller und heller auflodern,-----bis sie schließlich ein knisterndes Feuer entfachen------das mich zu verschlingen droht.------ich versuche-----das Zittern meines Körpers zu unterdrücken----und bin dankbar dafür-----dass du die Augen noch immer geschlossen hast----ich bemühe mich----ruhig und gleichmäßig weiterzuatmen,-----während meine Lungen sich danach sehnen----gierig die Luft einzusaugen-----um das Feuer in mir zu kühlen----damit es endlich zu seiner vollen Kraft gelangen kann-----dann-----vollkommen unerwartet-----öffnest du die Augen-----und schaust mich an.----Lächelst-----fährst fort---- der Gitarre mit herausfordernder Zärtlichkeit------ ihre betörende Melodie zu entlocken------und beobachtest mich dabei unverwandt----heiss steigt das Blut in meine Wangen------ ich spüre------dass mir die Tränen kommen,---- so nackt und verletzlich fühle ich mich in diesem Augenblick-----aber ich kann es jetzt nicht mehr aufhalten-----zu spät----die Woge-----die über mich hinwegspült ist klar und gewaltig-----ich schließe nun die Augen und ringe nach Luft------ um nicht in ihr ertrinken zu müssen------als ich wieder auftauche----- ist das Feuer erloschen----was bleibt-----ist die warme Feuchtigkeit zwischen meinen Schenkeln------und die salzigen Tränen-----auf meinem immer noch erhitzten Gesicht-----ich wage nicht----die Augen zu öffnen----ich höre-----wie du langsam aufstehst------und die Gitarre zur Seite stellst------in irgendeinem Winkel meines Verstandes registriere ich-----dass du sie nicht wie sonst sanft in ihren Kasten zurücklegst-----sondern sie achtlos zu Boden gleiten lässt,------wo sie mit einem dumpfen Laut auf dem Teppich aufschlägt-----und verstummt-----dann bist du bei mir-----ganz nah-----ich kann die Hitze deines Körpers spüren-------und erkenne darin mit ungläubigem Staunen------das Spiegelbild meines eigenen Begehrens------Du beugst dich zu mir herunter-----noch näher jetzt----und dann tust du---- wonach ich mich sehne-----seit ich dich das erste Mal gesehen habe------berührst mich endlich------lässt mich deine Hände spüren-----warme Haut-----es ist mein Gesicht-----das du mit deinen Händen berührst-----aber mir scheint es----als könne ich dich----deine Hände-----auf meinem ganzen Körper fühlen----mit den Fingerspitzen------streichst du zart-----über meine tränenfeuchten Wangen-----„Du bist so schön“-----flüsterst du dann dicht an meinem Ohr-----ich wünschte ich könnte dir antworten------ aber ich finde noch keine Worte für das------was ich dir sagen möchte-----ich schmecke salzige Tränen------ auf deinem Zeigefinger-----als meine Lippen ihn ganz behutsam umschließen------ und sanft zu saugen beginnen-----Der Laut------der aus deinem halbgeöffneten Mund dringt----ist  voller Sehnsucht------plötzlich weiß ich genau-----was du dir wünschst-----vielleicht schon seit dem ersten Mal-----als du in meiner Gegenwart mit sanften Fingern deine Gitarre berührt hast------als wäre sie deine Geliebte------Nun ist es an mir-----das Spiel fortzusetzen-----meinen Körper dicht an deinem----- kann ich deutlich spüren------wie begierig es dich zu erfahren drängt------ welche Melodie ich für dich komponieren werde-----ich schließe die Augen-------und überlasse es meinen Händen-----den Weg zu finden-----

ich liebe dich----

ich liebe dich—

nie möge diese Zeit vorübergehen—

Ich liebe Dich

©ALIS